Feigwarzen (Kondylome)

Feigwarzen, auch Kondylome genannt, sind Hauttumoren, die durch eine Virusinfektion ausgelöst sind und bevorzugt die Genital- und Afterregion befallen. Häufig ist auch der Analkanal und gelegentlich der untere Mastdarm mitbetroffen. Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch Geschlechtsverkehr, weswegen diese Erkrankung auch den sexuell übertragbaren Krankheiten zugeordnet wird. Es zeigen sich zunächst einzelne, kleine, warzenähnliche Knötchen am Afterrand, die im Laufe der Zeit an Größe und Zahl zunehmen. Juckreiz und Nässen sind häufige Begleiterscheinungen. In allerseltensten Fällen wurde bisher eine Selbstheilung beobachtet. Bei kleinen Warzen im Anfangsstadium stehen Salben zu Verfügung, die das Wachstum der Viren hemmen und so zur Erscheinungsfreiheit führen können. Bei stärkerem Befall sollte die Behandlung in örtlicher Betäubung durch eine wasserunterstützte Abtragung mit dem Elektroskalpell („wet-field“ Technik) oder durch Laserchirurgie erfolgen. 

Beide Methoden erlauben eine sichere Entfernung der Kondylome bei größtmöglicher Schonung der tieferen Hautschichten. Dies ist besonders wichtig um eine mögliche Afterverengung nach der Operation zu vermeiden. Stets müssen alle sichtbaren Kondylome in einem Behandlungsschritt abgetragen werden, um einer wiederkehrenden Selbstinfektion entgegen zu wirken. Da im Rahmen der operativen Therapie nur die Warzen, nicht aber das unsichtbare Virusmaterial entfernt werden, ist in den ersten Monaten danach eine engmaschige Nachkontrolle erforderlich, um im Falle einer erneuten Warzenbildung frühzeitig, mit wesentlich geringerem Aufwand reagieren zu können. Eine Untersuchung des Sexualpartners sollte vor der Behandlung angestrebt werden, um eine wechselseitige Virusübertragung, einen sogenannten "Ping-Pong Effekt" zu vermeiden. In sehr seltenen Fällen können sich unbehandelte Kondylome über einen Zeitraum von Jahren in einen bösartigen Tumor wandeln.